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Wilsons Promontory nach Melbourne ueber Philip Island

Ich wachte um 5:30 auf und es pisste immer noch in Stroemen. Wir haben die ganze Nacht eh kaum ein Auge zu gekriegt, weil der Regen so laut auf das Autodach prasselte. Wir nutzten eine kurze Regenpause um den Wagen schnell fahrbereit zu kriegen und sind zu den Duschen gefahren, weil diese so weit weg waren, dass man bei einem ploetzlichen Regenguss wieder total nass am Wagen angekommen waere. Das Cafe dort hatte noch nicht auf, so dass wir sogar ohne Kaffee los fahren mussten. Meine Laune wurde immer mieser. Die urspruenglich geplante Wanderung haben wir uns wegen des Wetters geschenkt. Aber ploetzlich haben wir auf unserer Flucht aus dem Park raus tatsaechlich einen Emu gesehen. Das war eben der Vorteil daran, wenn man kurz nach der Morgendaemmerung schon unterwegs ist. Danach sahhen wir noch einen und dann auch auf einmal Kaengeruhs. Wir waren total aus dem Haeuschen. Die Laune wurde von Tier zu Tier besser. Langsam hatte der Park uns wieder versoehnt!

In Fosters, dem erste kleinen Ort nach dem Park, haben wir dann auch endlich einen wirklich guten Kaffee in einem wirklich schaebigen Cafe bekommen und dort auch gefruehstueckt. Das Wetter wurde aber leider nicht besser. Wir fuhren also weiter nach Philip Island, wo wir urspruenglich uebernachten wollten, um am naechsten Tag frueh nach Melbourne zu fahren.

Als wir auf Philip Island ankamen war das Wetter immer noch nicht besser. Und da die schoensten Attraktionen auf Philip Island die Strande sind, entschieden wir uns dafuer nur das Koala Conservation Centre anzusehen.

Das war allerdings wirklich toll. Dort leben die Koalas zwar auch in einem abgeschirmten Gebiet, aber eher um sie vor Gefahren abzuschirmen als sie einzusperren. Es ist ein relativ grosser Park von Eukalyptusbaeumen, durch den man auf Holzstegen geht. Wir hatten auch Glueck und haben sogar einige nichtschlafende Tiere entdeckt. Koalas schlafen 20 Std am Tag und auf einem Schild stand “I’m not lazy, I’m saving energy” (ich bin nicht faul ich teile mir nur meine Energie ein). Koennte auch mein Leitspruch werden :-)

Da das Wetter nicht besser wurde, riefen wir Paul an und sagten ihm, dass wir schon an diesem Abend nach Melbourne kaemen. ER sagte das waer ok, wir koennten kommen wann wir wollen.

Auf dem Weg nach Norden kamen wir noch am Wildlife Wonderland vorbei, eine Attraktion, worauf ich mich besonders gefreut hatte. Hier gibt es naemlich die groessten Wuermer, die je gefunden werden. Angeblich sind sie bis zu zwei Meter lang und bis zu 10cm dick. So einen haette ich gerne fuer meine Wurmfarm. Der wuerde den Kompost alleine in einer Woche schaffen.

Zu dem kleinen Park gehoert auch noch ein kleiner Zoo, wo man teilweise sogar in die Gehege rein gehen kann. Man kann auch Kaengeruhs fuettern. Ich hatte mir eine Tuete Futter gekauft, hab dann aber echt Schiss gekriegt, als immer mehr Tiere auf mich zu kamen. Die haben echt grosse Krallen und maechtige Hinterbeine. Mit denen wollte ich mich nicht unbedingt anlegen, also hab ich das Futter so schnell wie moeglich verfuettert und wir sind dann schnell wieder aus dem Gehege raus.

Klasse war, dass man da auch Wombats sowohl draussen, als auch drinnen beim schlafen sehen konnte. Die sieht man ja sonst nur nachts. Aber sonst war es eher wie eine grosse Farm, wo man rum laufen konnte. Von den Wuermern haben wir leider auch nur ein Foto gesehen. Sie sind wohl sehr Kamerascheu ;-)

Auf dem weiteren Weg nach Melbourne fing es dann nochmal richtig an zu schuetten, und in Melbourne kamen wir dann in den Feierabendverkehr, so dass wir fuer die letzten 150 km 3 Stunden gebraucht haben. Dafuer wurden wir dann mit kaltem, selbstgebrautem Bier und einem leckeren Curry von Paul und Natali begruesst. Das war klasse!