Archiv für Dezember 2010

Adelaide nach Kangaroo Island

Heute Morgen ging es schon frueh los, weil wir zum Flughafen mussten. Der ist in Adelaide zum Glueck nicht so riesig. Und es ging alles recht schnell. Daher hatten wir noch genug Zeit fuer ein Fruehstueck.

Auf KI ist der Flughafen so winzig, dass ich das Gepaeck selber vom Wagen holen musste, waehrend Ingo 100m weiter schon den Mietwagen holte. Wir hatten zwar keinen 4WD reserviert, aber die Frau hat uns ausdruecklich dazu geraten einen zu nehmen, weil viele Strassen dort noch nicht gepflastert sind. Also haben wir einen Toyota Gelaendewagen genommen, ein geiles Teil. Der Wagen war ziemlich neu, nur 3000 km auf dem Tacho, mit allem Zip und Zap. Mit dem haben wir dann erst mal die Nordkueste der Insel angesehen. Auf dem Weg hatten wir das Schreckerlebnis schlechthin, als [ploetzlich wie aus dem nichts ein Koala ueber die Strasse rannte. Ingo konnte gerade eben noch bremsen. Es war richtig knapp, aber zum Glueck hat er es geschafft und ist ganz schnell auf meiner Seite auf einen Baum hoch gekrabbelt. Da hing er dann voellig geschockt (genau wie wir). Der arme kleine Kerl hat dabei bestimmt den Energiebedarf des ganzen Tages verbraucht und musste sicherlich den Rest des Tages erst mal einen Powernap machen.

Wir sind dann auf dem Weg ins Hotel nochmal in der einzigen “Stadt” vorbei gefahren und haben ein paar kalte Biere gekauft (wir haben ja unsere Lehre gezogen aus dem Prom NP). Das Hotel war ein Traum. Eine kleine Gartenvilla, liebevoll aber sehr modern eingerichtet. Da haette ich es auch noch ein paar Wochen oder Monate ausgehalten :-)

Nach Einbruch der Dunkelheit haben wir uns noch einer Pinguinfuehrung angeschlossen und danach selig in dem tollen Bett geschlafen. Das erste mal seit langer Zeit ohne Ohrstoepsel!

Adelaide

Heute mussten wir uns von unserem treuen Gefaehrten, dem Campervan trennen. Wir haben auf dem Campingplatz alles vorbereitet, Koffer gepackt, Camper sauber gemacht, alles verstaut. Dann sind wir zunaechst ins Hotel gefahren, haben unser Gepaeck dort abgeladen und sind dann zur Abgabestelle gefahren. Danach sind wir mit dem Bus in die Stadt gefahren und haben uns Adelaide angesehen. Die Stadt gefiel uns sehr gut, sogar noch besser als Melbourne, was vielleicht an dem Wetter liegt. Aber hier gibt es unglaublich viele Parks und gruen in der Innenstadt. Die Innenstadt selber ist relativ klein und ueberschaubar.

Kingston SE nach Adelaide

Nach dem schlimmsten aller Tage ging es heute weiter ueber Murray Bridge und Hahndorf nach Adelaide.

Edenhope nach Kingston SE

Heute war der schlimmste Tag. Das einzig Gute daran ist, dass es schlimmer nicht kommen kann. Der einzige Grund warum wir nach Kingston SE gefahren sind, ist nicht der uebergrosse Lobster (Hummer), der am Dorfeingang steht, sondern, dass ich gelesen hatte, dass es dort den besten, frischesten Lobster an der ganzen Kueste gibt. Dort wollten wir unbedingt essen.

Auf dem Weg dorthin fuhren wir noch durch ein Weinbaugebiet wo wir bei einem Weinhandel eine Weinprobe machten, der biodynamischen Wein macht. Etwas zu esoterisch fuer meinen Geschmack (der Wein wird immer bei einem bestimmten Mondstand geerntet und so) aber der Wein war wirklich gut und wir nahmen zwei Flaschen mit. Von da aus ging es weiter nach Kingston, wo wir eigentlich uebernachten wollten. Als wir zu der Fisch & Chips Bude kamen, wo es angeblich den tollen Lobster gab, hoerten wir zu unserer grossen Enttaeuschung, dass es heute keinen Lobster gaebe, weil die Fischer wegen des schlechten Wetters keinen gefangen hatten. Das Wetter war auch nicht so toll, dass es sich gelohnt haette dort am Strand zu bleiben, also entschieden wir uns noch ein bisschen Strecke zu machen, damit wir es am naechsten Tag bis Adelaide schaffen wuerden.

Der Campingplatz, den wir dann ansteuerten, verdient den Namen eigentlich nicht. Wir haetten stutzig werden sollen, als wir das “for sale” Schild gesehen haben. Der Platz sah aus wie eine verlassene Westernstadt. Alles war dreckig und heruntergekommen. Die Waschraeume waren voll mit irgendwelchen Wuermern. Es gab eine grosse Kueche, aber die war abgeschlossen. Ansonsten gabe es einen BBQ mit Gasflasche aber ohne Ueberdachung und einen unter einem Dach, aber ohne Gasflasche. Weiterhin gab es einen verdreckten Pool, in den man aber sowieso nicht gehen konnte, da das Tor verschlossen war und einen voelig verwahrlosten Aufenthaltsraum, den man bestenfalls als Stall benutzen konnte.

Dummerweise entschied sich das Wetter gerade heute uns einen Strich durch die Rechnung zu machen. Ploetzlich aus heiterem Himmel fing es an zu stuermen und es kamen mehrere Gewitter nacheinander, immer wieder von anderen Seiten. Es hat so geregnet, dass man auf dem Weg von Waschraum zum Auto komplett nass bis auf die Knochen wurde. Wir schafften es gerade noch unseren Gaskocher samt Gasflasche unter die Ueberdachung zu bringen und haben dann dort gegessen. Als ich dann aber im Waschraum das Geschirr abspuelte (es gab natuerlich auch keine Geschirrwaschplaetze) fing es wieder so sehr an zu schuetten, dass ich erst mal 10 Minuten da rum stehen musste.

Wir haben uns dann so schnell es ging in den Bulli zurueck gezogen. Natali hatte uns ein paar Comedy Sachen auf einen USB-Stick gepackt und das haben wir dann gehoert und dabei den leckeren Wein getrunken.

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