Archiv für November 2010

Halls Gap nach Edenhope

Heute wollten wir eigentlich schon weiter fahren an die Kueste. Aber da wir gestern erst so spaet angekommen waren, entschieden wir uns erst noch ein paar kleine Wanderungen zu machen und dann direkt nach Westen anstatt nach Sueden weiter zu fahren.

Das war auch eine sehr gute Entscheidung. Wir haben drei fantastische Wanderungen gemacht, tolles Wetter dabei gehabt, wie die Irren geschwitzt aber viel gesehen.

Als wir dann weiter fuhren, haben wir versucht so weit wie moeglich zu fahren, damit die Strecke am naechsten Tag nicht wieder so lang wird. Also haben wir es bis Edenhope geschafft und dort auf einem total suessen Campingplatz uebernachtet. Der Campingplatz liegt theoretisch direkt am See. Aber die Frau erzaehlte uns, dass der See seit 8 Jahren das erste mal wieder Wasser hat, aber immer noch nicht so viel, wie er mal hatte. Naja, hat es also doch etwas Gutes, dass wir in dem nassesten Sommer seit 10 Jahren in Australien waren :-)

 Der Bootssteg hing daher etwas verloren mitten in der Luft, hunderte Meter vom Wasser entfernt. Es war trotzdem wunderschoen dort. Hatte was von einer Steppe in Afrika an einem Wasserloch :-)

Port Campbell zu den Grampians

Heute ging es weiter zu den Grampians. Die Stadt wo wir hin wollten heisst Halls Gap.

Die Strecke war eher langweilig, es ging nur geradeaus. Einziges Highlight war ein total nettes Cafe, was gleichzeitig auch ein Antiquitaetenladen war, in einem total verlassenen Ort. (weiss grad nicht mehr wie der hiess, muss ich nach gucken)

Als wir in Dundeld ankamen, der ser Stadt am suedlichen Ende des National Parks, sind wir erst ins Infocenter gegangen und haben danach nochmal getankt, weil die Frau uns sagte, dass es im Park keine Tankstelle gibt. Dummerweise ist die Ausfahrt der Tankstelle genau ander Kreuzung, an der wir haetten abbiegen muessen und man konnte das Schild nciht mehr sehen. Also sind wir erst mal 30km in die falsche Richtung gefahren. Als wir es bemerkt und zurueck gefahren sind, war es dann leider schon so spaet, dass wir an dem Tag keine Wanderung mehr machen konnten. Aber wir haben auf dem Weg einen Ameisenigel gesehen, der watschelte ganz gemuetlich ueber die Strasse. Als wir anhielten und ihn fotografieren wollten, lief er “total schnell” einen Huegel hoch und versteckte sich mit der Schnauze unter einem Baum und schnaufte ein paar mal, so als wenn er sagen wollte, puh, das war knapp. Wir haben uns kaputt gelacht, haben den armen kleinen Kerl dann aber in Ruhe gelassen. In Halls Gap haben wir uns fuer den ersten Campingplatz entschieden, weil der andere, den wir gesehen haben irgendsoein komisches christliches Sowiesocamp war, nicht so ganz das Richtige fuer uns ;-)

Auf dem Campingplatz gab es keine Kueche, nur ein ueberdachtes BBQ. Da wir aber nichts zu grillen gekauft hatten, und endlich unseren Gaskocher mal ausprobieren wollten, haben wir uns Nudeln mit Tomatensosse gemacht und dazu ganz stilvoll Rotwein getrunken. Da es langsam Abend wurde rannten ueberall Kaengeruhs rum. Sie sassen vor, hinter und neben unserem Wagen. Das war total toll! Ein kleiner raste die ganze Zeit voll uebermuetig von einer Seite zur anderen.

Spaeter wurde es so kalt, dass wir sogar unsere Schlafsaecke raus holten und uns darin einwickelten. So war es aber auszuhalten und wir genossen den herrlichen Abend.

Melbourne nach Port Campbell ueber Great Ocean Road

Heute Morgen sind wir noch von Paul und Natali zum Fruehstueck eingeladen worden, weil sie uns gerne noch vor der Weiterfahrt den Vorort Williamstown zeigen wollten. Ein sehr schoener Ort mit viktorianischen Haeusern. Wir sind aber schon um 10 Uhr wieder am Haus gewesen, weil wir heute eine lange Strecke zu fahren hatten. Die Great Ocean Road.

Leider wollte das Wetter immer noch nicht so richtig mitspielen. Es regnete immer mal wieder und ansonsten war es so windig, dass man fast weg gepustet wurde. Ich war froh, dass ich meine winddichte Segeljacke dabe hatte. Bei so einem Wetter ist die Great Ocean Road leider auch nur halb so beeindruckend und wir waren dann auch etwas enttaeuscht.

Die ersten beiden Attraktionen (12 Apostel und London Bridge) leben auch mehr von ihrer Geschicht. Von den 12 Aposteln brechen immer mehr zusammen, bald wirds die wohl gar nicht mehr geben. Ich hab nur 9 gesehen. Und von der London Bridge ist auch schon die Halfte weg. Als diese Haelfte weg brach (1990) standen auf dem anderen Ende noch 2 Touristen, die dann mit einem Hubschrauber gerettet werden mussten. Die Geschichte wird ueberall erzaehlt, wahrscheinlich um die Attraktion zu erhoehen.

Was ich am interessantesten fand, wird am wenigsten beworben, die Bay of Islands. Das ist eine ganze Bucht voll mit interessanten Felsformationen.

Wir haben es dann nicht wie urspruenglich bis Warnambool geschafft, weil wir nicht im Dunkeln fahren wollen, sondern sind nur noch bis Port Campbell gefahren. Dort haben wir auf einem netten kleinen Campingplatz uebernachtet, der relativ neu aussah (oder frisch renoviert). Er hatte eine gut ausgestattete Kueche, leider fehlten da Tische. Wir mussten naemlich drinnen essen, weil es so kalt war. Aber das haben wir dann an der Arbeitsplatte gemacht. Danach haben wir uns noch in den Aufenthaltsraum gesetzt, ein bisschen TV geschaut und ein Bier getrunken, weil es zu kalt war um draussen zu sitzen.

Melbourne

Jetzt sind wir schon fast eine Woche in Australien und sind noch nicht einmal dazu gekommen ins Internet zu gehen. Das Angebot von Internet Cafes ist hier nicht so gross wie in Neuseeland, was aber vielleicht auch daran liegt, dass wir bis jetzt immer auf Campingplaetzen uebernachtet haben.

Am Donnerstag Abend sind wir in Melbourne angekommen und uebernachten hier bei Freunden (Paul und Natali). Da wir abends immer sehr frueh muede werden, habe ich es bis jetzt noch nicht geschafft, hier mal rein zu schauen. Jetzt ist es Samstag Morgen 9 Uhr und ich hab endlich mal ein bisschen Zeit.

Das Wetter ist seit 3 Tagen eher bescheiden. Wenn die Sonne scheint ist es zwar richtig heiss, so um die 23 Grad, aber es regnet immer wieder, teilweise richtig heftig, und dann kuehlt es auch sofort wahnsinnig ab. Deswegen sind wir auch schon am Donnerstag Abend hier hin gefluechtet.

So haben wir wenigstens gestern schon die Gelegenheit gehabt uns Melbourne an zu sehen. Paul konnte sich sogar frei nehmen und hat uns die Stadt gezeigt. Abends sind wir dann noch nett essen gegangen.

Am Sonntag ist hier Thanks Givining (Erntedankfest) und heute gibt es hier ein vorgezogenes Thanks Giving Dinner. Dazu kommt noch Dougall vorbei, auch ein Freund aus alten Zeiten, mit seinen beiden Kindern. Natali hat naemlich einen Truthahn geschenkt bekommen und weil wir am Sonntag schon weiter fahren muessen, gibts den schon heute.

Melbourne

Heute hat Paul sich frei genommen um uns die Stadt zu zeigen. Das Wetter kann sich nicht entscheiden, aber das scheint in Melbourne normal zu sein. Hier wechselt das Wetter angeblich sehr oft.

Paul hat uns eingeladen auf den hoechsten Turm Melbournes, den Eureka zu steigen und dort die Aussicht zu geniessen. Das war schon sehr beeindruckend. Der Aufzug in den 88. Stock braucht nur ein paar Sekunden. Man kann sogar auf eine Aussenplattform gehen, die natuerlich vergittert ist, aber eben auch sehr windig.

Danach haben wir uns noch das Casino angesehen. Das ist so gross wie eine mittlere Kleinstadt. Total irre!

Zum Mittag sind Ingo und ich in ein chinesisches Restaurant im chinesischen Viertel gegangen und Paul musste noch ins Buero. Nach dem Essen sind wir auf ein Pint in den Pub gegangen. Als wir da sassen, fing es so dermassen an zu schuetten, dass die Strasse sich binnen Sekunden in einen Fluss verwandelte. Aber wie Paul zu sagen pflegt, es regnet nie in einem Pub :-)

Danach haben wir uns wieder mit Paul getroffen, der uns noch ein paar Sachen zeigte, dann waren wir mit Natali in einem Pub verabredet, haben noch kurz die Universitaet von Melbourne besichtigt um zum Schluss dann in einer BYO (bring your own, das sind Restaurants, wo man seine eigenen alkoholischen Getraenke mitbringen kann, weil nicht jedes Restaurant eine Lizenz zum Alkoholausschank hat) Pizzeria zu Abend zu essen.

Wilsons Promontory nach Melbourne ueber Philip Island

Ich wachte um 5:30 auf und es pisste immer noch in Stroemen. Wir haben die ganze Nacht eh kaum ein Auge zu gekriegt, weil der Regen so laut auf das Autodach prasselte. Wir nutzten eine kurze Regenpause um den Wagen schnell fahrbereit zu kriegen und sind zu den Duschen gefahren, weil diese so weit weg waren, dass man bei einem ploetzlichen Regenguss wieder total nass am Wagen angekommen waere. Das Cafe dort hatte noch nicht auf, so dass wir sogar ohne Kaffee los fahren mussten. Meine Laune wurde immer mieser. Die urspruenglich geplante Wanderung haben wir uns wegen des Wetters geschenkt. Aber ploetzlich haben wir auf unserer Flucht aus dem Park raus tatsaechlich einen Emu gesehen. Das war eben der Vorteil daran, wenn man kurz nach der Morgendaemmerung schon unterwegs ist. Danach sahhen wir noch einen und dann auch auf einmal Kaengeruhs. Wir waren total aus dem Haeuschen. Die Laune wurde von Tier zu Tier besser. Langsam hatte der Park uns wieder versoehnt!

In Fosters, dem erste kleinen Ort nach dem Park, haben wir dann auch endlich einen wirklich guten Kaffee in einem wirklich schaebigen Cafe bekommen und dort auch gefruehstueckt. Das Wetter wurde aber leider nicht besser. Wir fuhren also weiter nach Philip Island, wo wir urspruenglich uebernachten wollten, um am naechsten Tag frueh nach Melbourne zu fahren.

Als wir auf Philip Island ankamen war das Wetter immer noch nicht besser. Und da die schoensten Attraktionen auf Philip Island die Strande sind, entschieden wir uns dafuer nur das Koala Conservation Centre anzusehen.

Das war allerdings wirklich toll. Dort leben die Koalas zwar auch in einem abgeschirmten Gebiet, aber eher um sie vor Gefahren abzuschirmen als sie einzusperren. Es ist ein relativ grosser Park von Eukalyptusbaeumen, durch den man auf Holzstegen geht. Wir hatten auch Glueck und haben sogar einige nichtschlafende Tiere entdeckt. Koalas schlafen 20 Std am Tag und auf einem Schild stand “I’m not lazy, I’m saving energy” (ich bin nicht faul ich teile mir nur meine Energie ein). Koennte auch mein Leitspruch werden :-)

Da das Wetter nicht besser wurde, riefen wir Paul an und sagten ihm, dass wir schon an diesem Abend nach Melbourne kaemen. ER sagte das waer ok, wir koennten kommen wann wir wollen.

Auf dem Weg nach Norden kamen wir noch am Wildlife Wonderland vorbei, eine Attraktion, worauf ich mich besonders gefreut hatte. Hier gibt es naemlich die groessten Wuermer, die je gefunden werden. Angeblich sind sie bis zu zwei Meter lang und bis zu 10cm dick. So einen haette ich gerne fuer meine Wurmfarm. Der wuerde den Kompost alleine in einer Woche schaffen.

Zu dem kleinen Park gehoert auch noch ein kleiner Zoo, wo man teilweise sogar in die Gehege rein gehen kann. Man kann auch Kaengeruhs fuettern. Ich hatte mir eine Tuete Futter gekauft, hab dann aber echt Schiss gekriegt, als immer mehr Tiere auf mich zu kamen. Die haben echt grosse Krallen und maechtige Hinterbeine. Mit denen wollte ich mich nicht unbedingt anlegen, also hab ich das Futter so schnell wie moeglich verfuettert und wir sind dann schnell wieder aus dem Gehege raus.

Klasse war, dass man da auch Wombats sowohl draussen, als auch drinnen beim schlafen sehen konnte. Die sieht man ja sonst nur nachts. Aber sonst war es eher wie eine grosse Farm, wo man rum laufen konnte. Von den Wuermern haben wir leider auch nur ein Foto gesehen. Sie sind wohl sehr Kamerascheu ;-)

Auf dem weiteren Weg nach Melbourne fing es dann nochmal richtig an zu schuetten, und in Melbourne kamen wir dann in den Feierabendverkehr, so dass wir fuer die letzten 150 km 3 Stunden gebraucht haben. Dafuer wurden wir dann mit kaltem, selbstgebrautem Bier und einem leckeren Curry von Paul und Natali begruesst. Das war klasse!

Von Lakes Entrance zum Wilsons Promomtory National Park

Heute war eigentlich ein reiner Fahrtag, was eigentlich schade war. Lakes Entrance ist naemlich der Beginn einer Seenplatte, die sich ander Kueste entlang zieht und wrklich sehr schoen ist. Aber wir wollten nach Wilsons Promontotry NP und die Strecke ist ziemlich lang.

Da man in dem NP nicht einkaufen oder tanken kann, haben wir das alles in dem letzten groesseren Ort gemacht, Sales. Dort haben wir aus irgendeinem uns im Nachhinein unerfindlichen Grund kein Bier gekauft, aber Fleisch zum grillen. Der Ort, wo der Campingplatz ist heisst Tidal River. Ort ist etwas uebertrieben. Es ist ein Campingplatz mit einem kleinen Laden, einem genauso kleinen Cafe und dem Visitor Centre. Es gibt dort keine powered sites, dh keine Stellplaetze mit Strom, aber den brauchen wir sowieso fast nie.

Auf dem Weg dorthin hatten wir gehofft jede Menge Tiere zu sehen. Gesehen haben wir leider keines. Ingo vermutet mittlerweile schon, dass das alles nur Touristenmaerchen sind. Als wir den Bulli abgestellt hatten, war es spaeter Nachmittag und knalle heiss. Da wir direkt hinter den Duenen standen, (man kann sich einfach irgendwo hinstellen, wo Platz ist, da man bei der Einfahrt in den Park schon bezahlt) war nicht soviel Wind und daher setzten wir uns erst mal hin und tranken unser letztes Bier. Dann gingen wir zum Visitor Centre und stellten fest, dass der Laden dort keinen Alkohol verkauft. Auch in dem Cafe/Restaurant, gab es keinen Alkohol. Aber eine Karte mit allen Wanderwegen haben wir dort bekommen. Und so machten wir uns auf den Weg. Wir haben den kuerzesten Weg genommen, da wir am naechsten Tag eine laengere Wanderungen machen wollten.

Der Weg war wunderschoen, erst an einem Fluss entlang, dann zum Strand und durch die Duenen zurueck. Leider ist im letzten Jahr etwa 50% des Parks einem Buschfeuer zum Opfer gefallen. Viele Baume und Straucher fangen daher gerade erst wieder an zu wachsen. Schoen war es trotzdem. Aber vielleicht auch der Grund dafuer, dass man eben nicht mehr so viele Tiere sieht wie frueher.

Als es dunkel wurde wollten wir den BBQ Platz inspizieren und auf Wombat Suche gehen, weil diese erst abends raus kommen. Als wir den Platz gefunden hatten, sahen wir auch ploetzlich unseren ersten Wombat vor uns im Gebuesch. Wir haben uns total gefreut und dabei gar nicht gemerkt, dass es anfing zu regnen. Wir sind also im einsetzenden Regen zurueck zum Bulli gelaufen, haben noch zwei weitere Wombats gesehen, kamen im stroemenden Regen an und konnten nur noch in den Bulli springen. Da dieser Platz keine Kueche hatte und weit und breit nichts, wo man sich haette unterstellen koennen, ging es diesmal ohne Essen ins Bett :-( Noch nicht mal ein Trostbier hatten wir da, das war ganz schoen bloed.

Von Croajingolong NP nach Lakes Entrance

Heute haben wir unsere ersten beiden “Wanderungen” gemacht. Die erste als wir wieder aus dem National Park raus fuhren. Double Creek Nature Walk, ein 20 Min Walk durch den Regenwald. Super schoen. Wir haben zwar kein Tier gesehen, aber dafuer war es teilweise so laut , dass man sich kaum unterhalten konnte.

Zwischen Genoa und Cann River haben wir dann noch mal beim Drummer Rainforest Walk angehalten. Dort sollen angeblich die groesten Kakadus Australiens leben, die Gelbohren, oder Russkakadus. Ich hab auch zwei gesehen, aber sehr hoch im Baum. Als ich Ingo sie zeigen wollte flogen sie weg, so dass er nur noch die Hintern gesehen hat.  Was nicht so toll war, dass ich dort auf der Buschtoilette entdeckt habe, dass ich eine Zecke im Oberschenkel, nahe der Leiste hatte. Mir ist ganz schlecht geworden bei dem Gedanken, dass ein Tier mit seinem Kopf in meinem Bein steckt und mein Blut aussaugt. Ingo musste sie mir raus ziehen, zum Glueck hat er den Kopf auch raus gekreigt.

Nach einer kurzen Kaffeepause in Cann River sind wir dann weiter gefahren nach Lakes Entrance. Weil wir viel Zeit hatten sind wir zwischendurch vom Princess Highway runter gefahren und die “Touristenroute” entlang der Küste gefahren. Dort gab es auch ein Picknickplatz an einer wunderschönen Bucht, Cape Conran.

In Lakes Entrance haben wir uns wieder fuer einen Campingplatz am Wasser entschieden. Er lag direkt am Fluss (leider durch einen Zaun getrennt), aber was viel toller war, dass er auch direkt am Ninety Mile Beach lag. Dort sind wir dann auch noch hingegangen und haben die unendliche Weite des Strandes genossen, der total leer war. Leider war es wieder so windig, dass man sich nicht dort hinlegen, geschweige denn ins Wasser gehen konnte, was bei mir ja kein Wunder ist. Aber selbst Ingo war es zu kalt dafuer. Als haben wir mal wieder den Grill angeworfen (hier gibt es ueberall Gasgrills, die man teilweise sogar kostenlos benutzen kann.). Heute gabs Porterhousesteak und Kaengeruhfilet.

Lakes Entrance ist, wie der Name schon sagt der “Eingang” zu einer Seenplatte, die sich ander Küste entlang zieht. Deswegen ist diese Gegend besonders bei Anglern beliebt.

Von Batemans Bay zum Croajingolong National Park

Wir sind dank der Zeitumstellung schon um 6 Uhr wach gewesen, sind zuegig los gefahren und haben an dem ersten Cafe, was geoeffnet hatte angehalten und gefruehstueckt.

Unser erster Stop war Mystery Bay. Eigentlich eine wunderschoene Bucht, in der wir picknicken wollten, aber das wirklich mysterioese an dieser Bucht war, dass dort hunderte von toten Voegeln, einer neben dem anderen am Strand lagen. Da das nicht gerade appetitlich war, sind wir direkt weiter gefahren nach Central Tilba, eine der aeltesten Ortschaften von Australien. Ein wirklich suesses Dorf.

Nach einer kurzen Besichtigung sind wir weiter nach Bega gefahren, was beruehmt fuer seinen Kaese ist. Eigentlich wollten wir die Fabrik besichtigen, dass ist aber nicht erlaubt, aber man kann trotzdem jede Menge leckeren Kaese probieren. Also haben wir uns nur voll gefressen und sind weiter gefahren.

Unser letztes Ziel fuer diesen Tag war Mallacoota, ein Ort am suedlichen Ende des Croajingolong National Parks. Dort hatten wir wieder das Glueck einen Platz direkt am Wasser zu bekommen, die Aussicht und die Umgebung waren traumhaft. Direkt vor uns an einem Bootssteg sassen Pelikane.

Nach einem Spaziergang an der Bucht haben wir dann wieder BBQ gehabt. Diesmal gab es Gefluegelwuerstchen mit Brot und BBQ Sauce. Dazu haben wir uns einen australischen Rotwein gegoennt, fuer den man hier ein Vermoegen zahlt. Leider war es auch hier wieder, wie schon am Tag zuvor sehr windig, und als die Sonne weg war, musste man lange Hose, Pulli und Jacke anziehen, weil es zu kalt war.

Von Sydney nach Batemans Bay

Wir haben es tatsaechlich geschafft ein paar Stunden zu schlafen, aber um halb sechs war die Nacht dann vorbei. Wir haben in einem Cafe neben dem Hotel gefruehstueckt und sind dann mit dem Taxi zu der Autovermietung gefahren um unser Wohnmobil abzuholen. Im Prinzip ist es ein Bulli mit Matratze aber viel mehr braucht man ja nicht und es ist auf jeden Fall bequemer als ein Zelt.

Als erstes sind wir in einen Supermarkt gefahren, um das Wichtigste einzukaufen (Wasser, Feierabendbier, Klopapier und so Zeugs halt). Dann sind wir sofort los gefahren. Erster Halt war Botany Bay, die eigentlich noch zu den Subburbs von Sydney gehoert.  Hier gibt es den Captain Cooks Landing Place, wo, wie der Name schon sagt, Captain Cook vor total langer Zeit mal gelandet ist. 1770 war es,  sagen meine Unterlagen. Es gibt dort einen total schoen gemachten Rundgang und eine wunderschoene Bucht.

Dann ging es weiter den Princess Highway entlang zum Illawarra Tree Top Walk. Das ist ein Metallgeruest, was zwischen 10 und 26 m hoch in die Baume gebaut ist mit einem Aussichtsturm in der Mitte, der 45m hoch ist. Sehr beeindruckend. Man hat eine grandiose Aussicht von dort.

Dann sind wir mit ein paar kurzen Stops bis Batemans Bay gefahren, wo wir an einem kleinen, sehr netten Campingplatz unsere erste Nacht im Campervan verbracht haben. Der Campingplatz lag direkt am Fluss und nach dem Essen (es gab Minutensteaks und Rosmarinkartoffeln vom Grill) haben wir uns mit einem Bier vor unseren Wagen gesetzt und den Sonnenuntergang ueber dem Fluss genossen.

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